Fachgebiete | Dr. Bernhard G. Müller | Oberzissen

Chirotherapie - Dr. Bernhard G. Müller OberzissenChirotherapie oder Manuelle Medizin ist eine medizinische Schule, die sich mit der Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken befasst, die in Form und Zusammensetzung intakt sind, deren Funktion jedoch gestört ist.

Die Behauptung, mit der manipulativen Behebung von „Fehlstellungen“ der Wirbelgelenke verschiedenste von diesen „Fehlstellungen“ verursachte Krankheiten heilen zu können, widerspricht allen im 20. und 21. Jahrhundert erkannten Fakten über die Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Organismus.

Grundsätzlich hat man in der Manuellen Medizin die Möglichkeit, eingeschränkt bewegliche (hypomobile) Gelenke mobilisierend oder manipulativ zu behandeln. Bei der „mobilisierenden“ Behandlung wird die Beweglichkeit durch sanft und häufig wiederholte Dehnungsbewegungen wiederhergestellt. Die „manipulierende“ Behandlung beruht auf der Erkenntnis, dass eine sehr schnell durchgeführte und kurze Bewegung mit viel weniger Kraft oft zu einer sofort einsetzenden und oft vollständigeren Wiederherstellung der Beweglichkeit führen kann. Diese Techniken sind an der Wirbelsäule dem Arzt (in der Chirotherapie) und dem Heilpraktiker (in der Chiropraktik) vorbehalten. Manipulative Techniken an Extremitätengelenken sowie mobilisierende Wirbelsäulentechniken können auch von entsprechend ausgebildeten nichtärztlichen Personen durchgeführt werden (z. B. Physiotherapeuten). Sie wird dann nicht als „Manuelle Medizin“ sondern als „Manuelle Therapie“ bezeichnet.

DMP / Disease-Management-Programme

Um die medizinische Versorgung chronisch kranker Menschen zu verbessern und die Behandlungskoordination zu optimieren, wurden die Disease-Management-Programme (DMP) eingeführt. Sie bilden den Rahmen für eine kontinuierliche und effiziente Langzeitbehandlung.

Gegenstand dieser Programme sind insbesondere Indikationen, die zu den sogenannten Volkskrankheiten zählen. Aktuell existieren in Rheinland-Pfalz DMP für:

  • Asthma bronchiale
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)
  • Brustkrebs
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)

Ziele und Inhalte

Die Versorgung chronisch kranker Menschen wird über den gesamten Krankheitsverlauf und über die Sektorengrenzen hinweg koordiniert. Der Informationsaustausch soll damit verbessert, Mehrfachuntersuchungen vermieden und eine optimierte Medikamenten-Compliance erreicht werden.

Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen sowie andere Leistungserbringer arbeiten entlang definierter Behandlungs- und Betreuungspfade zusammen. Für den Patienten ist der koordinierende Arzt zentraler Ansprechpartner. Die Teilnahme ist für alle Beteiligten freiwillig. Die DMP-Inhalte basieren auf aktuellen, evidenzbasierten Leitlinien. Sie haben das Ziel, die Lebensqualität der chronisch Kranken zu erhöhen, indem krankheitsbedingte Beeinträchtigungen und Folgeerkrankungen vermieden bzw. verringert werden.

Die ärztliche Therapiefreiheit bleibt im Rahmen der DMP gewahrt, da sich die Therapie selbst weiterhin nach den individuellen Bedürfnissen des Erkrankten richtet.

© Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz 2013

 

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